Leben im Mittelalter

Wie sah denn eigentlich der Alltag der Ritter, Bauern und der Stadtbevölkerung im Mittelalter aus? Um diese Frage ging es bei dem Besuch des Historischen Museums Hannover der 7F1 (Christine Scheiter) am 8. Februar 2011. Zunächst stand die Orientierung im heutigen Hannover auf dem Programm, und zwar mit Hilfe der überdimensional großen Luftaufnahme der Stadt, welche den Besucher zu Beginn der Mittelalterausstellung begegnet. Vor diesem Hintergrund setzte sich die Erkundung des mittelalterlichen „Hanover“ – Rechtschreibung spielte zu Zeiten Walthers von der Vogelweide noch keine Rolle – sowie der Alltagswelt mittelalterlicher Gesellschaftsgruppen anhand ausgewählter Exponate fort. Neben dem eigenständigen Mahlen von Korn an einer mittelalterlichen Handmühle zeigte ein mittelalterlicher Marktstand samt ausgestellten Lebensmitteln das Alltagsleben der bäuerlichen Bevölkerung. Das Leben der Ritter veranschaulichte Frau anschaulich anhand einer lebensgroßen Ritterrüstung, deren Kratzer, Beulen und Schrammen auf tatsächlichen Gebrauch hinweisen. Durch das Anprobieren einzelner Rüstungsteile wie Unterarm- und Beinschutz oder des Helmes wurde schnell klar: Ritter mussten ganz schön fit sein, um in Kettenhemd und Rüstung Erfolge verbuchen zu können. Zur Freude aller wurden die mittelalterlichen Folterinstrumente keineswegs lebensnah präsentiert, verursachten aber deshalb nicht weniger Verblüffung und Staunen. Zum Abschluss konnte das im Unterricht erarbeitete Wissen zum Aufbau der mittelalterlichen Stadt anhand des großen dreidimensionalen Stadtmodells vertieft werden.

Szenen aus dem Museum

Auf dem Rückweg zum Bahnhof gab es noch einen kleinen Abstecher zum Alten Rathaus. Hier zeugt eine klitzekleine unscheinbare Anbringung, zu finden an der Westmauer des Hauptgebäudes, von der rüden Vergangenheit Hannovers: Die metallenen Überreste des mittelalterlichen Marktprangers, an dem sich einige derjenigen Leute wiederfanden, die sich etwas hatten zu Schulden kommen lassen.